Zugegeben, im heurigen Jahr waren wir wandertechnisch bis dato ziemlich faul. Aber mit Kind, Job und einem ziemlich ungestümen Junghund ist das alles nicht immer so einfach und Zeit etwas Mangelware. Aber gerade weil die letzten Wochen auch echt anstrengend waren, wusste ich, nur ein Tag am Berg kann meine Glücksgefühl-Akkus wieder richtig aufladen. Da Leika noch nicht wirklich bergerfahren ist und Milkas und meine Kondition eher zu wünschen übrig ließ, sollte eher eine einfaceh, kleine Wanderung gefunden werden. Und da musste ich in meinem Fundus an gesammelten Wanderrouten nicht lange suchen.

Zum Alten Almhaus in Maria Lankowitz sollte es uns verschlagen, von dort gibt es nämlich gleich zwei Gipfel, die sich ziemlich „easy“ erklimmen lassen würden.

Altes Almhaus – Brandkogel – Altes Almhaus – Wölkerkogel
Länge gesamt: 4,5 km / Dauer: 1:15 h / Aufstieg: 146 m /max. Höhe: 1.707 m
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Kurze Tour zum Brandkogel

Das Alte Almhaus ist ein sehr beliebter und bekannter Ausgangspunkt für Wanderung rund ums Gaberl, Salzstiegel und Stubalpe. Zudem stoppt man beim Alten Almhaus, wenn man die Lipizzaner-Junghengste frei auf den Weiden erleben will.

Nun gut, wir wollten weder auf Hengste noch auf sonst irgendein Weidevieh treffen, daher empfiehlt sich ein Besuch des Alten Almhauses mit Hund definitiv in der Vor- bzw. Nachsaison. Denn im Sommer wimmelt es hier nur so vor Kühen und Pferden und jeder Menge Wandersleut.

Wir haben, einen für uns, perfekten Tag erwischt. Das Wetter nicht gerade berauschend, aber dennoch trocken und vor allem kühl sowie frei von jeglichem Weidevieh. Die kommen wohl erst in ein bis zwei Wochen auf den Berg. Geparkt wurde direkt vorm Alten Almhaus, von dem aus man bereits beide Gipfel – den Brandkogel mit seinem Gipfelkreuz und den Wölkerkogel, mit seiner famosesn Steinstatue der „Steinerne Miarz“– sehen kann.

Milka war bereits zu Hause, als sie den Wanderrucksack sah, aufgeregt. Wusste sie doch, was der Rucksack zu bedeuten hatte. Und Leika, die ist so gut wie immer aufgeregt, da bedarf es nicht einmal eines Rucksacks. Als die beiden endlich aus dem Auto durften, war die Freude somit natürlich mehr als groß. Leika kaum zu halten und Milka außer sich vor Glück – endlich wieder Bergluft – endlich nur wir drei einmal allein unterwegs.

Rein beim Anblick der wunderschönen Almlandschaft, die sich uns rund ums Alte Almhaus darbot, schlug mein Herz schneller und ich konnte spüren, wie sich unser aller Akkus mit Glückshormonen wieder aufluden.

Wir starteten somit auch gleich unserem ersten Ziel, dem Brandkogel entgegen. Vorbei am Weidezaun, der mit einigen Verbotsschildern versehen ist. Im Sommer sind auf diesem Teil der Weide keine Hunde erlaubt, quert man hier immerhin die Koppeln der Junghengste. Heute sollte uns das Verbotsschild nichts machen, wir marschierten munter drauf los, unserem ersten Gipfelkreuz im heurigen Jahr entgegen. 20 Minuten später waren wir auch schon am ersten Foto-Hot-Spot angekommen. Und während Milka, als alter Hase, bereits wusste wie man sich gekonnt in Pose schmiss, hat auch Leika schnell gelernt, fürs Leckerli in die Kamera zu lächeln.

Rauf zur „Steinernen Miarz“ am Wölkerkogel

Dann ging es den gleichen Weg wieder retour, zurück zum Almhaus und auf der Hinterseite wieder hoch den Berg, Richtung Wölkerkogel und seiner Marienstatue. Auch hier waren wir relativ rasch, nach 15 Minuten, am Ziel angelangt. Ich wollte zwar eine kurze Wanderung, aber das war mir dann doch ein wenig zu kurz. So beschloss ich meine zwei lustigen Wandershunde doch noch etwas über die Almen zu treiben. Wir gingen hinterhalb der Statue quer bergab über die noch sehr kargen Wiesen, bis wir zu einem breiten Schotterweg gelangten. Dieser führte uns um den Wölkerkogel herum wieder zu unserem Auto.

Man könnte das Ganze fürs nächste Mal noch mehr ausweiten, in dem man nicht beim Alten Almhaus startet sonder beim Parkplatz Gaberl losmarschiert oder noch weiter zum Rappoldkogel geht.

Alles in allem war es ein perfekter Tag mit meinen zwei Hundemädels. Die Aussicht und das Bergfeeling haben der Seele sowas von gut getan, die Wuffis sind müde ins Auto gekraxelt und ich habe mir zur Feier des Tages noch eine köstliche Stärkung gegönnt. Schön wars – wir kommen wieder. #zairadufehlst

FAZIT: Wenn man direkt vom Almhaus startet, ist es wohl eher ein Spaziergang als eine Wanderung zu den beiden Gipfel. Aussicht und Atmosphäre top und man kann ja jederzeit die Wanderung ausweiten, Richtung Rappolkogel z.B. oder Gaberl. Im Sommer empfiehlt sich die Gegend zum Wandern mit Hund jedoch nicht. Sehr viel Kühe und Pferde auf den Weiden. Unbedingt an warmen Tage Wasser mit nehmen, es gibt keine natürlichen Trinkquellen.