Im Oktober muss man die letzten sonnigen und wandertauglichen Tage noch vollends ausnutzen. Auf unserer, inzwischen wirklich beachtlichen, Wander-Wish-List  habe ich relativ schnell die passende Route für Mensch und Hund gefunden. Wieder einmal sollte es uns in die wunderschöne Hochschwabregion verschlagen. Das auserkorene Ziel für die Wanderung mit Hund war die Fölzalm. Das Schöne am Wandern mit Hund ist nicht nur die traumhafte Naturkulisse, die Milka, Zaira und ich dabei jedes Mal wieder aufs Neue genießen dürfen, sondern auch die immer wieder lieben Menschen und Hunde, die uns bei unseren Touren Gesellschaft leisten. Dieses Mal begleiteten mich meine liebe „Schwiegermutter“ Franziska mit dem stattlichen und wunderschönen Schnauzerbub Hector, den Milka und Zaira inzwischen schon liebevoll in ihr Chaos-Rudel aufgenommen haben.

Über den Fölzboden zur Schlagalm bis zur Fölzalm -retour über den Fölzriegel
Länge: 10,64 km / Dauer: 4:30 h / Höhenmeter: 735 m / max. Höhe: 1.489 m

Bei herrlichem Herbstwetter starteten wir somit beim Parkplatz in der Fölz. Unsere mehr als herzeigbare Hundetruppe natürlich schwerst motiviert. Und auch Franziska und ich freuten uns auf eine tolle Bergtour Richtung Fölzalm. Zuerst ging es für uns durch die Fölzklamm – Milka mit ihren kleine Stumpelbeinchen bewegte sich ganz vorsichtig über die dort befindliche Holzbrücke – während Hector und Zaira unbeeindruckt darüber stolzierten. Weiter ging es auf breiten Schotterwegen Richtung Fölzboden. Begleitet von einer beeindruckenden Bergkulisse folgten wir somit dem gut markierten Wanderweg. Nach einem kurzen Stück auf der Ebene ging es auch schon leicht bergauf durch den Wald Richtung Schlagalm. Nicht unbedingt sehr steil aber dafür stetig hoch und höher kamen wir Zweibeiner schon ganz schön ins Schnaufen. Die Hundegang zeigte sich weiterhin unbeeindruckt vom Anstieg – die Gegend erschnüffeln hatte eindeutig Priorität. Schon bald lichtete sich der Wald und die eindrucksvolle und schroffe Berglandschaft zeigte sich in vollster Pracht. Auch der Weg wurde eindeutig anspruchsvoller und feiner Schotter ging in Geröll über. Für meine geübten Wanderwuffis natürlich kein Problem, die sich mit einer Leichtigkeit weiterhin bergauf bewegten. Aber uns allen hing inzwischen schon ein wenig die Zunge heraus – immerhin präsentierte sich die warme Herbstsonne nochmals mit voller Kraft. Da wurde mir auch sofort klar – diese Wanderung ist im Hochsommer für Hund definitiv nicht geeignet – außer man startet wirklich schon ganz früh morgens, um der Hitze zu entgehen. Natürliche Trink- und Bademöglichkeiten für Hunde sucht man auf dieser Strecke nämlich vergebens. Man findet nur ein kleines Bächlein zu Beginn der Strecke. Nach gut 2 Stunden hatten wir dann unser auserkorenes Ziel – die Fölzalm überglücklich und leicht erschöpft erreicht und freuten uns auf eine wohlverdiente Stärkung. Von hier hätte man noch die Möglichkeit den Fözlstein zu erklimmen. Der Aufstieg ist zwar nicht mehr weit, dafür mit richtig vielen Höhenmetern versehen. Für dieses Mal gaben wir uns jedoch zufrieden, mit dem was wir bereits erwandert hatten und gönnten uns lieber noch ein wenig gemütliche Rast in der Hütte. Aber den Fölzstein setzte ich an diesem Tag definitiv mental auf meine Wanderliste.

Für uns ging es gestärkt und gut erholt wieder retour – und zwar ein Stück am gleichen Weg entlang. Bis zur Abzweigung beim Bierschlag. Von hier ging es links weg durch einen märchenhaften Wald über den Fölzriegel wieder retour. Über Wurzeln, Steine und weichen Waldboden folgten wir dem schmalen Pfad bis zum Gasthaus Schabenbartl. Von dort waren es dann nur mehr einige wenige Meter retour zum Auto. Und dort platzten sich drei erschöpfte Hunde zufrieden in den Kofferraum. Auf der Heimfahrt konnten wir nur mehr leises Schnarchen vernehmen.

FAZIT: Eine tolle und aussichtsreiche Wandertour, die sich auch mit Hund bestens eignet. Kondition ist gefordert, aber die Anzahl an Höhenmetern und die Länge der Tour jedoch überschaubar. An sehr heißen Tagen würde ich die Wanderung mit Hund jedoch nur bedingt empfehlen, da man am Weg bergauf kaum Schatten findet und es ganz schön warm werden kann. Unbedingt ausreichend Wasser für den Hund einpacken – am Berg selbst gibt es keine Wasserquellen.