Wir wollten dem grauen, tristen Nebel entfliehen, ein wenig Sonne tanken und natürlich Bergluft schnuppern. Und so machte ich mich wieder einmal auf die Suche nach der idealen Wanderung mit Hund. Gemütlich sollte es werden und relativ schneefrei noch dazu. Schnell war das ideale Ziel gefunden. Dieses Mal sollte es uns drei Mädels in die Fischbacher Alpen verschlagen, um den famosen Teufelstein zu erwandern.

Teufelsteinrunde –Zellerkreuz – Teufelstein – Auf der Schanz – Zellerkreuz
Länge gesamt: 9,9 km / Dauer: 2:55 h / Aufstieg: 461 m /max. Höhe: 1.506 m

Geparkt haben wir direkt beim Fischbacher Zellerkreuz. Blauer Himmel, Sonnenschein und für Jänner mehr als angenehme Temperaturen sollten uns erwarten. So mögen wir den Winter ganz besonders. Milka und Zaira waren wie immer mehr als euphorisch, ging es doch ihren geliebten Bergen entgegen. Unserem Mädelstag stand somit nichts mehr im Wege. Vom Zellerkreuz starteten wir somit hoch motiviert der Forststrasse entlang Richtung Teufelstein.

Gemütliche Wanderung zum Teufelstein

Der breite und leicht bergauf führende Forstweg war teils noch von Schnee und etwas Eis bedeckt. Man konnte aber den eisigen Stellen gut am Wegesrand ausweichen. So ging es für uns gemütlich bergauf, immer der rot-weiß-roten Markierung folgend. Nach ca. 15 Minuten bogen wir, direkt beim sogenannten Alptor, rechts ab rauf in den Wald. Vorbei an einer kleinen Hütte und quer über die Alm ging es bei traumhaftem Wetter weiter Richtung unserem auserkornen Ziel entgegen. Immer wieder machte mir der eisige Untergrund zu schaffen. Wie konnte ich auch nur ohne Grödel losmarschieren? ;-(

Meinen zwei erfahrenen Bergfex-Hunden machte die Wegbeschaffenheit in keinster Weise zu schaffen. Unbekümmert liefen sie vor mir her und straften mich noch mit vorwurfsvollen Blicken, weil ich nicht so schnell hinterher lief, wie es den beiden Grazien wohl genehm gewesen wäre.

Nach flotten 45 Minuten haben wir dann endlich unser heiß ersehntes Ziel erreicht. Fast schon majestätisch thront diese mehr als interessante Felsformation am Gipfel des Berges. Einfach traumhaft das rund-um-Panorama, das sich uns, oder besser gesagt mir, dar bot. Milka und Zaira machten sich bereit für die gewohnte Fotosession. Wie zwei Vollprofis posierten sie gekonnt vor dem Teufelstein und dann gleich nochmals for dem Gipfelkreuz, das nur ein paar Meter dahinter liegt.

Aussichtsreiche Rundwanderung in den Fischbacher Alpen

Nochmals ließ ich kurz meinen Blick in die Ferne schweifen und genoss die herrliche Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Da uns jedoch noch nicht nach rasten zu mute war, ging es für uns auch sogleich wieder weiter. Wir folgten nun der Beschilderung „Auf der Schanz“, um unsere Teufelsteinrunde zu vollenden. Es ging quer über eine weitere Alm, die nochmals ein gottvolles Panorama bot. Danach führte uns der Weg (grün-weiße Markierung) wiederum bergab durch den schneebedeckten Wald bis wir einem Skilift ankamen. Wir marschierten quer über die komplett grüne Piste bis zum Sattel „Auf der Schanz“. Von dort weg bogen wir an der Bundesstraße wieder in den Wald ein – nun folgten wir dem schmalen Weg 704 (rot-weiß-rote Markierung). Dieser führte uns eine zeitlang parallel zur Bundesstraße durch den Wald, immer wieder einen Forstweg kreuzend, leicht bergauf bis wir irgendwann dann doch wieder am Alptor und an der uns bekannten Forststrasse ankamen. Von hier ging es das letzte Stück den gleichen Weg retour zum Auto. Voll gepumpt mit Glückshormonen, jeder Menge Vitamin D und zwei zufriedenen und erschöpften Hunden trat ich die Heimreise an.

FAZIT: Eine gemütliche, aussichtsreiche und nicht zu lange Wanderung. Ideal, um am Anfang der Wandersaison wieder etwas Kondition aufzubauen. Die Teufelsteinrunde eignet sich perfekt zum Wandern mit Hund und zwar auch an wärmeren Tage. Man befindet sich so gut wie immer im schattigen Wald. Zweimal quert man eine Alm. Kontakt mit Weidevieh während der Sommermonate ist daher sehr wahrscheinlich. Ausreichend Wasser mitnehmen. Es gibt keine natürlichen Trinkquellen.