Vom Partygirl und Jetsetterin zur verantwortungsvollen “Hundemama”

Ich bin mit Hunden aufgewachsen und fühlte mich mit diesen auch immer sehr verbunden. Allerdings ist einem die Verantwortung, die ein Hund so mit sich bringt, als Teenager nicht immer im vollen Maße bewusst. So wie das Mittagessen, dass einfach tagtäglich am Tisch steht, waren die Hunde einfach da. Ich bin gerne spazieren gegangen und hab mit ihnen gespielt, aber nicht aus Pflichtbewusstsein sondern weil es einfach Spaß gemacht hat.

Nun ja, jetzt so einigermaßen Erwachsen, darf ich mich wieder Besitzerin zweier Hunde nennen. Zwei Damen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und als alleinerziehende “Hundemama”  ist der Arbeitsaufwand für die zwei Rabauken heutzutage um vieles intensiver als anno dazumal. Nicht nur weil ich komplett allein die Verantwortung für zwei Lebewesen trage, sondern ich das Ganze drum herum der Hundeerziehung und das Wohlbefinden sicherlich viel ernster nehme als damals, als unbekümmerter Teenager.

So dreht sich heute nicht nur meine gesamte Freizeitgestaltung darum, ob es wohl auch mit den Hunden vereinbar ist, auch die Urlaubsdestinationen werden akribisch nach dem Kriterium hundetauglich gewählt. Früher noch in London, New York, Paris und Barcelona unterwegs, laufe ich heute keuchend auf den Berg. Statt Highheels gibt es nur mehr Wanderboots und lässige Sneakers von Nike & Co. sind heute anstelle dem neuesten Schuhmodel von Guess mein bekennendes Fashionstatement. In jeder meiner zahlreichen Taschen, auch in der teuersten, finden sich Hundekotbeutel und Leckerlies wirr herumschwirren. Sogar am schönsten Abendkleid lassen sich immer ein paar Hundehaare finden und Nagellack haben meine Hände schon ewig keinen mehr gesehen. Bei den kurzen Nägeln, denn Lange sind einfach unpraktisch, zahlt sich das sowieso nicht aus. Trotz alle dem könnte mein Leben nicht schöner sein, auch wenn meine zwei Ladies mein ganzes Dasein so richtig auf den Kopf gestellt haben.

Was ihr hier findet:

Ich will euch hier keine Tipps und Tricks zur Hundeerziehung mit auf euren Weg geben. Ich bin weder Trainerin noch irgendeine anerkannte Hundepsychologin. Ich bin einfach durch und durch, von Kopf bis Fuß, Hundemama aus vollster Überzeugung und liebe es meine Freizeit mit meinen zwei „ Monstern“ zu verbringen. Und dies möchte ich einfach hier gerne mit euch teilen. Ihr könnt an meinen Erfahrungen teilhaben, euch selbst den ein oder anderen Urlaubs- oder Wandertipp holen und euch an unseren Fotos erfreuen. Wir sind übrigens im Süden Österreichs zu Hause, aber scheuen auch nicht davor zurück die Landesgrenzen für ein spannendes Abenteuer zu überqueren!

Milka & Zaira – das Chaos kommt auf 8 Pfoten.

Ein Freund nannte meine zwei Ladies einmal ganz liebevoll „Pinky & the Brain“ und tja, ich würde sagen er hat damit den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Milka, ist eine französische Bulldogge, wie sie im Buche steht. Sie gibt immer und überall den Ton an, ist zu 100% der Boss in allen Lebenslagen, glaubt dass sie geschätzte 100 Kilo hat, muss daher auch vor nichts und niemanden Angst haben, ist einfach klüger als manchmal gut für sie ist und stellt mich und meine „Autorität“ ununterbrochen in Frage. Aber wenn sie einen dann mit ihren Kulleraugen und Knautschgesicht ansieht, ist es halt auch wirklich schwer konsequent zu bleiben!

 

 

 

 

 

Und dann ist da noch meine südafrikanische Schönheit aus dem Burgendland. Ein Sondermodel der Marke Rhodesian Ridgeback. Dass diese Rasse zurückhaltend und scheu sein kann, war mir von Anfang an klar. Dass ich jedoch einen „Hosenscheißer“ mit stattlichen 45 Kilo bekomme, bringt mich jeden Tag aufs Neue zum Lachen. Sagen wir einfach so: Gott sei dank gibt es bei uns in der schönen Südsteiermark keine Löwen, denn bereits wildherumschwirrende und laut flügelschlagende Schmetterlinge versetzen mein Sensibelchen in Angst und Schrecken. Obendrein ist meine grazile, langbeinige Schönheit aus der Ferne zwar schön anzusehen, aber bei nähere Betrachtung wohl der tolpatschigste, verwirrteste und zerstreuteste Hund der Welt. Gut, dass Milka auf sie aufpasst und ihr genau sagt, was zu tun ist.

 

Und während Milka nun tagtäglich damit beschäftig ist die Weltherrschaft an sich zu reißen, trottet Zaira vertrauenswürdig hinterher. Einstweilen plane ich bereits den nächsten Trip oder Urlaub für uns, damit uns auch ja nicht langweilig wird.

 

 

Die tollen Fotos hat übrigens die talentierte Karin Bergmann von uns gemacht. DANKE dafür!!!