Wer mit Hund in Rauris urlaubt, der muss sich ganz einfach dieser atemberaubenden Naturlandschaft hingeben und diese in all ihrer Pracht erleben. Und so stand für uns an Tag Zwei unseres Hundeurlaubs im schönen Salzburger Land fest, weiter geht’s Richtung Berg. Nachdem wir am Vortag bereits einen Gipfelsturm auf das Grubereck absolviert hatten, beschlossen wir es am zweiten Tag etwas gemächlicher anzugehen, nachdem wir ja bereits 1.200 Höhenmeter in der Tasche hatten.

Dieses Mal wollten wir die Region rund um den famosen Kolm Saigurn erkunden und hatten uns eine wunderbare Tour rauf zur Mitterastenalm zusammen gestellt.

Rundwanderung Knappenweg-Rauriser Urwald-Gainschniggalm-Mitterastenalm
Länge gesamt: 13 km / Dauer: 4:30 / Aufstieg: 585 m /max. Höhe: 1.865 m

Wir starteten unsere Wanderung direkt beim Gasthof Bodenhaus über den idyllischen Knappenweg zum Parkplatz Lenzanger. Bis zum Lenzanger könnte man auch mit dem Auto über die kostenpflichtige Mautstrasse fahren. Aber als übereifriges Wanderteam wollten wir natürlich zu Fuß, beziehungsweise auf vier Pfoten hoch hinauf. Und wir sollten richtig liegen mit unsere Entscheidung.

Der Knappenweg war ein wahres Naturjuwel. Dichter Wald, atemberaubende Bergkulisse und unvergessliche Eindrücke legten sich uns zu Füßen. Ein Stück des Weges war durch Waldbruch versperrt. Aber mit Philipp als auserkorenen Wanderführer 😜 an unserer Seite sollte für uns Mädels schnell eine alternative Ausweichroute gefunden werden. Nach ein paar Metern quer durch den Wald und über Stock und Stein, gelangten wir bald wieder auf den ursprünglichen Weg. Die Hunde waren begeistert. Sind sie für solche Abenteuer doch immer zu haben.

Wanderparadies für Hund – das Raurisertal

Vom Parkplatz Lenzanger hat man gleich mehrere Möglichkeiten Richtung Kolm Saigurn und der wundervollen Alm- und Berglandschaft entgegen. Wir entschlossen uns für den Weg 31, der uns links weg vom Parkplatz teilweise durch den prächtigen Rauriser Urwald führte. Wahrlich beeindruckend präsentierte sich der Marsch durch den herrlichen Wald. Immer wieder kamen wir, ganz zur Freude meiner Wasserratte Milka, an unzähligen kleinen Seen und Tümpeln vorbei. Und Milka ließ keine einzige Bade- und Plantschmöglichkeit aus. Zaira ließ das Ganze etwas unbeeindruckt, zu gut waren die Gerüche, denen sie mit Nase fest am Boden folgte. Langsam lichtete sich der Wald und vor uns, wie aus dem Nichts, erschloss sich eine atemberaubende Almkulisse, wie man sie sich schöner nicht hätte vorstellen können. In der Hütte auf der Gainschniggalm legten wir eine kurze und wohlverdiente Rast ein.

Genüssliche Rast auf der Mitterastenalm

Weiter ging es für uns danach, über einen kleine Umweg, um einer Kuhherde auszuweichen, zuerst der Beschilderung Richtung Filzenalm folgend, bis wir auf den Weg Nr. 24 abbogen, um zu unserem auserkorenen Ziel der Mitterastenalm zu gelangen. Von nun an ging es über gemütliche Wald- und Schotterwege ziemlich eben und entspannt dahin. Zum Glück für Zaira. Mein südafrikanisches Supermodel hat bei Weitem nicht die Ausdauer, die Milka so an den Tag legt, und zeigte bereits erste Ermüdungserscheinungen. Die Hütte auf der Mitterastenalm ist übrigens ein heißer Tipp für eine weitere Einkehr. Was für ein traumhaftes Plätzchen. Auf der Terrasse genießt man, neben den herzhaften Köstlichkeiten die von der charmanten jungen Wirtin selbst serviert werden, ein sagenhaftes Panorama. Den Hunden war das natürlich wieder einmal mehr als egal. Die zwei Ladies waren einfach nur dankbar für ein wenig Ruhe und Zaira schnarchte sogleich genüsslich unter dem Tisch, während wir uns bewirten und verwöhnen ließen.

Aber das wahre Highlight ist der Abstieg auf Weg Nr. 25 entlang des Rauriser Urquells. Nochmals zeigte sich auf diesem Abschnitt Rauris und die Umgebung von seiner schönsten Seite. Ein einzigartiger Kraftplatz gesäumt von herrlicher Waldidylle und zahlreichen Bächen sollte sich uns präsentieren. Eine traumhafte Tour mit Hund – von Anfang bis Ende!

FAZIT: Angenehme und nicht zu anspruchsvolle Wanderung mit einer wirklich atemberaubenden Natur- und Bergkulisse. Ideal für das Wandern mit Hund, da man sich hauptsächlich auf schattigen Wegen befindet und es immer wieder Trink- und Abkühlmöglichkeiten für die Hunde gibt. Kontakt mit Weidevieh auf der Alm durchaus möglich, aber es gibt ausreichend Platz, um den lieben Kühen großflächig auszuweichen.