Am Pfingstwochenende gehört gewandert! Das war schon immer so in meiner Family und wird auch so bleiben. Außerdem muss man die noch kuhfreie Zeit auf den Bergen vollends ausnützen. Und so packte ich meine mir absolut liebsten Zwei- und Vierbeiner ins Auto und es ging wieder einmal ins wunderschöne Almenland. Nach ausgiebigem Durchforsten des Internets fiel die Wahl schlussendlich auf die Rote Wand und die Tyrnauer Alm. Bergluft, ein paar Höhenmeter und ein wenig Kondition fordern war genau das Richtige für den Wochenstart am Pfingstmontag. Die Wuffis waren, wie immer, top motiviert und auch Philipp lies sich von meiner Euphorie anstecken.

Rundwanderweg Rote Wand und Tyrnauer Alm
Länge: 10 km / Dauer: 3:30 / Aufstieg: 675 m /max. Höhe: 1.761 m

Geparkt haben wir unser Auto kurz nach dem Ort Tyrnau beim ausgewiesenen Parkplatz Rote Wand. Wir staunten nicht schlecht, als wir die ganzen Autos sahen. Ich befürchtete schon einen Massenansturm auf die Rote Wand, was natürlich, wenn man mit Hund unterwegs ist, immer leicht nervig sein kann. Milka und Zaira hingegen hatten überhaupt keine Bedenken, dass es wieder einmal eine tolle Wanderung werden würde und wollten einfach nur los starten. Der Forstweg führte auch sogleich vom Parkplatz aus leicht bergauf Richtung unserem gewünschten Ziel. Das Wetter war, vor allem für meine kleine Plattnase Milka, perfekt. Leicht bewölkt und nicht zu warm. Da konnte man das kleine Energiebündel kaum bendigen. Musste ich fairerweise auch nicht, denn trotz der anfänglichen Befürchtung waren weit und breit keine anderen Wandersleut zu sehen. Und so ging es für uns relativ gemütlich den Forstweg entlang bis wir zu einer Weggabelung gelangten. Hier entschieden wir uns für den Weg links hoch mit der NR. 747 über die Rote Wand. Zuerst noch über ein kurzes Weidestück, ging es auch sogleich weiterhin bergauf Richtung Wald. Da es die Tage zuvor geregnet hatte, war Trittsicherheit und gutes Schuhwerk gefragt, um unversehrt über die doch rutschigen Steine und Wurzeln zu kommen. Für uns Zweibeiner jedenfalls. Milka und Zaira meisterten den Aufstieg fast schon grazil, ohne jegliche Stolpereinlagen und zeigten auch keinerlei Konditionsprobleme, während Philipp und ich schon ein wenig ins Schnaufen gerieten. Der Aufstieg war relativ steil und abenteuerlich, aber durchaus für jedermann machbar. Langsam lichtet sich der Wald und wir wurden nicht nur mit einem traumhaften Panorama auf die umliegende Berglandschaft belohnt, sondern durften auch noch Steinböcke, die nur einige Meter von uns entfernt genüsslich in der Wiese lagen, in freier Wildbahn bewundern. Für mich und die Hunde ein noch nie da gewesenes Ereignis. Und ich war auch noch mega stolz auf meine zwei Chaoten, die die Steinböcke zwar neugierig aus der Ferne bestaunten, aber sich ohne Probleme abrufen ließen, zum mir kamen, sich anleinen ließen und das ganz ohne Aufsehen zu erregen. Nach einiger Zeit konnten wir das Gipfelkreuz der Roten Wand bereits sehen, und auch die vielen Menschen, die sich rundherum ansammelten. Aber das sollte unserem Schub an Glücksgefühlen und unsere Freude keinerlei Abbruch tun. Es war einfach atemberaubend schön, hoch oben am Gipfel. Nach dem obligatorischen Gipfel-Selfie machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Tyrnauer Alm und der dazu gehörigen Hütte. Es war Zeit für eine Stärkung. Zuerst bergab durch den Wald, weiterhin über etwas rutschige Felsen, Wurzeln und zwei kleinere Holzbrücken, an denen man die Hunde aber problemlos vorbei lotsen kann, schlussendlich über saftige Almwiesen, war die Hüttenjause nicht mehr weit. Und die schmeckte ganz besonders gut, nach der doch anstrengenden Tour. Um wieder zum Parkplatz zu gelangen gingen wir zuerst den gleichen Schotterweg, den wir auch gekommen waren, ein kurzes Stück zurück bis zum Kuhgatter. Von dort folgten wir der Beschilderung und dem Weg 748, der uns zuerst durch den Wald und dann wieder auf den ursprünglichen Forstweg zu unserem Auto führte.

FAZIT: Eine tolle und leicht anspruchsvolle Wanderung, die auch die Kondition ein wenig fordert. Für Hunde absolut traumhaft, da man viel im Wald unterwegs ist und somit auch Schatten an warmen Tagen geboten wird. Wasser für die Hunde muss unbedingt mitgenommen werden, da es keine natürlichen Trinkquellen gibt. Mit Kuhkontakt sowie Steinböcken am Weg muss gerechnet werden. Allerdings wenn man den Weg 748 auch für den Aufstieg wählt, kann man die Weiden ziemlich gut umgehen.