Alle Jahre wieder verschlägt es uns auf den Präbichl. Von dort kann man nämlich in alle Himmelsrichtung ausschwärmen und findet immer irgendwo ein Gipfelkreuz, das nur darauf wartet erwandert zu werden. Heuer sollte es für meine zwei Wander-Wuffis und mich zum Gipfel der Vordernberger Griesmauer gehen. An einem gottvollen Herbsttag starteten wir somit unseren „Mädelstag“ wie wir ihn ganz besonders lieben – hoch oben am Berg.

Rundwanderung Präbichl Pass – Leobner Hütte – Griesmauer – Lamnigsattel – Handlalm
Länge gesamt: 10,48 km / Dauer: 3:30 / Aufstieg: 840 m /max. Höhe: 2.007 m

Geparkt haben wie wieder einmal am Präbichl Pass direkt bei der Latschenstube. Von dort folgten wir dem uns bereits bekannten Forstweg immer Richtung Leobner Hütte. Über saftige Almwiesen, vorbei an einem kleinen Bächlein ging es gemütlich bergauf. Keine Menschenseele war anzutreffen und das liebe Weidevieh war auch schon längst wieder zurück ins Tal gezogen. Es zahlt sich definitiv aus einen Urlaubstag zu opfern und an einem Montag mit Hund zu wandern. Was gibt es schöneres als diese traumhafte Naturkulisse ganz für sich allein zu haben. Die Hunde genossen es in vollen Zügen, konnte sie wie es ihnen gefiel über die Alm flitzen und nach Belieben schnüffeln und toben.

Hundefreundliches Wandern am Präbichl

Der einzige Nachteil – mein absoluter Favourit unter den Almhütten, die Leobner Hütte, hatte montags natürlich zu. So passierten wir mein „Lieblingsplatzer“ dieses Mal nur ohne Stopp und es ging für uns rechts hoch weiter Richtung Hirscheggsattel. Von dort kann man auch weiter zum Gipfel des Polster wandern. Aber uns sollte es dieses Mal in die gegengesetzte Richtung zur Griesmauer verschlagen. Über schroffes Gestein und jede Menge Geröll kämpften wir uns somit vom Fuße der Griesmauer Richtung Gipfel. Immer wieder beeindrucken mich Milka und Zaira, wenn sie leichtfüßig bergauf dahin laufen. Denn der Anfstieg ist ganz bestimmt nur für bergerfahrene Hunde etwas, die sich trittsicher zwischen Felsbrocken und Geröll bewegen können.

Der doch eher anspruchsvolle Aufstieg war stets begleitet von einem traumhaften Rundum-Panorama. Und auch die steilen Felswände, die rechts und links neben uns empor ragten, boten eine einzigartige Kulisse. Hoch oben teilt sich der Weg nochmals. Links weg geht es weiter zur TAC-Spitze, die aber für den Anstieg mit Hund absolut nicht geeignet ist, da man auch ein Stück über einen Klettersteig muss. Für uns ging es somit rechts weg, Richtung unserem Ziel entgegen.  Nach nicht ganz zwei Stunden Gesamt-Gehzeit erreichten wir das Gipfelkreuz der Vordernberger Griesmauer. Einfach unbeschreiblich die Aussicht, die sich uns hierbei bot. Meine zwei geschickten Wander-Mäuse lies das wie immer unbeeindruckt. Ihnen war das wohlverdiente Leckerlie zehnmal lieber. Wirklich viel Platz für eine gemütlich Rast ist rund um das Gipfelkreuz nicht wirklich gegeben. Und so machten wir uns bald wieder auf, um den Rückweg anzutreten. Dieser erwies sich als weitaus schwieriger als der Aufstieg – immer wieder gab der doch sehr steinige Weg etwas nach und man musste gut aufpassen nicht auf dem Allerwertesten zu landen. Gilt natürlich nur für die Zweibeiner. Meine zwei Fellnasen schien das alles nicht zu machen. Ich hatte zu tun, ihnen hinterher zu kommen.

Vom Gipfel der Griesmauer über den Lamingsattel

Wieder am Hirscheggsattel angekommen, überlegt ich noch kurz weiter zum Polster zu wandern. Aber die Herbstsonne hatte doch noch einiges an Power uns somit stiegen auch die Temperaturen stetig an. Daher beschloss ich wieder zurück zum Auto zu marschieren, denn mein kleiner Bergfex Milka mag die Hitze so gar nicht und gibt dann relativ schnell w.o.. Da ich ja ein großer Fan von Rundwanderungen bin, beschloss ich den unmarkierten aber gut sichtbaren Pfad direkt unterhalb der Griesmauer Richtung Lamingsattel einzuschlagen. Und von dort ging es, durch den Wald und über einen breiten Forstweg, quer über die Handlalm wieder retour zu unserem Ausgangspunkt. Und wie immer kann ich nur sagen – den Präbichl haben wir ganz fest in unser Herz geschlossen und kommen garantiert wieder.

 

Alle Wanderungen am Präbichl auf einen Blick: 

 

FAZIT: Ein beeindruckende und aussichtsreiche Wanderung, die von Zwei- und Vierbeiner einiges an Trittsicherheit abverlangt. Der Weg ist geröllig und sehr felsig. Man benötigt einfach etwas an Bergerfahrung, um problemlos zum Gipfel und wieder retour zu gelangen. Ausreichend Wasser mitnehmen. Nur zu Beginn der Wanderung gibt es natürliche Wasserquellen. Aufeinandertreffen mit Weidevieh während der Sommermonate mehr als wahrscheinlich. Man hat aber am Präbichl ausreichend Möglichkeiten großflächig den lieben Kühen auszuweichen.