Der Sommer naht in großen Schritten und damit auch die heißeste Jahreszeit. Sehr zum Leidwesen meiner Stupsnase Milka. Obwohl sie körperlich absolut fit ist und vor keinem Gipfel halt macht, hat sie doch immer sehr mit zu hohen Temperaturen zu kämpfen. Daher bin ich gerade in den Sommermonate sehr wählerisch, was die Auswahl der Wandertour mit Hund betrifft. Schattig soll es sein und jede Menge Wasser am Weg muss zu finden sein.

Damit habe ich mich für eine Wanderung entschieden, die auch schon etwas länger auf meiner Wander-Wishlist steht. Es sollte für uns dieses Mal, noch bevor das Weidevieh die Alm erreicht, zum wunderschönen und idyllischen Krumpensee gehen.

Hirnalm – Krumpenalm – Krumpensee  – selber Weg retour
Länge gesamt: 7,3 km / Dauer: 2:45 h / Aufstieg: 500 m /max. Höhe: 1.455 m
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Gesagt, getan. Die Wuffis wurden, samt Wanderequippment, ins Auto manövriert. Am Weg in die herrliche Hochsteiermark haben wir noch die liebe Nicole aufgesammelt. Sie sollte uns an diesem Tag begleiten.

Idyllischer Krumpensee

Das Wetter zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite. Aber wo keine Sonne, da auch keine unerträglich heißen Temperaturen. Ideales Wanderwetter somit für meine zwei Wanderwuffis. Geparkt haben wir direkt bei der Hirnalm. Hinter der dort befindlichen Hütte führte uns der Weg zuerst gemächlich durch ein kurzes Stück Wald, entlang einer Forststraße, weiter über eine saftige Blumenwiese und wieder in den Wald. Meine zwei Mädels waren wie immer außer sich vor Freude. So viele neue Gerüche und zugleich ein neues Abenteuer. Und während die Hunde mit der Nase am Boden die Gegend erkundeten, konnten Nicole und ich uns gar nicht satt sehen am traumhaften Rundum-Panorama. Berge und Almfeeling soweit das Auge reichte.

Der gut markierte Weg fing nun langsam an etwas steiler und anspruchsvoller zu werden. Immer bergauf durch den Wald passierten wir an zwei Stellen den bekannten Wasserfall. Für geschickte Hunde ergibt sich hier eine Trinkmöglichkeit, aber keine Chance zum Plantschen und Abkühlen. Sehr zum Bedauern von Milka, der kleinen Badenixe. Kurz nachdem wir die Waldgrenze passiert hatten wurde es noch etwas steiniger und auch steiler. Alles aber noch absolut im Bereich des Machbaren, mit geübten Hunden und der richtigen Wanderausrüstung für Herrl und Frauerl.

Wanderbare Hochsteiermark

Endlich gelangte wir zum „Eingang“ zur Krumpenalm. Nun konnte auch unser auserkorenes Ziel, der Krumpensee, nicht mehr weit sein. Und nochmals bot sich uns eins atemberaubende Bergkulisse. Der bewölkte Himmel verlieh der Krumpenalm eine ganz besondere Stimmung. Das aufgeregte Schreien der zahlreichen Murmeltiere war ein weiteres Highlight. Also liebe Hundefreunde, ab Eingang Krumpenalm empfiehlt sich somit – Hunde an die Leine!

Da musste sogar meine sonst eher stoische Milka dran glauben. Ließ sie sich von meiner wilden, südafriknischen Jägerin in ihrer Aufregung doch glatt anstecken. So ein Murmeltiergeschrei lässt einfach aufhorchen. Wir gingen, nun, mit beiden Hunden an der Leine, vorbei an der entzückenden, bewirtschafteten Almhütte weiter zum Krumpensee. Dort durften sich meine zwei Hundeladies endlich ihre verdiente Abkühlung holen. Und wir Zweibeiner genoßen nochmals die herrliche Atmospäre des Bergsees.

Am Weg retour gönnten wir uns noch eine Verschnaufpause, eine kleine Stärkung und ein nettes Tratscherl mit dem Hüttenwirt, bevor es für uns den selben Weg wieder zurück zum Auto ging.

FAZIT: Eine angenehme, nicht zu lange und auch nicht zu steile Wanderung. Der Krumpensee ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Die Tour ist bestens für das Wandern mit Hund in der Hochsteiermark geeignet. Dennoch an heißen Tagen früh starten und ausreichend Wasser mitnehmen. Auf dem Weg zum See gibt es nur wenig natürliche Trinkquellen. In den Sommermonaten ist mit Weidevieh und angeblich mit Schlangen auf der Krumpenalm zu rechnen.