Schön langsam wird es immer schwieriger eine passende Wanderung für uns zu finden. Nicht nur, dass ich das Kriterium hundetauglich bei meiner Wanderrouten-Recherche berücksichtigen muss, sondern nun auch noch „hoch-schwangereren-tauglich“ ein wichtiges Kriterium sein muss. Ja, so zu Beginn des 8ten Monats kann man nicht mehr von einem Bäuchlein reden, das ich mit auf den Berg schleppen muss, sondern schon von einer richtigen Kugel. Aber nach wie vor gilt, solang ich noch irgendwie den Berg hinaufkomme, geht es für mich und meine zwei Wanderwuffis unseren geliebten Bergen entgegen. Dieses Mal hatte ich eine Wanderung gewählt, die ich schon lange im Visier hatte, und nun endlich erkundet werden sollte.

Wieder einmal sollte es uns in wunderschönen Gesäuse verschlagen, um die Johnsbacher Almenrunden in voller Pracht zu erleben und zu erwandern. Abgesehen von drei hoch motivierten Hunden – Milka, Zaira und Hector – sollten mich dieses Mal gleich eine ganze Gefolgschaft an Zweibeinern begleiten. Neben meinem liebsten Philipp, waren auch noch seine Eltern, Nichte und Großcousin mit dabei. Also Familienausflug deluxe sozusagen. 😉

Rundwanderung – Parkplatz Ebneralm – Kölblalm – Huberalm – Ebneralm – Zeiringeralm – Parkplatz
Länge gesamt: 11,84 km / Dauer: 3:50 h / Aufstieg: 470 m /max. Höhe: 1.400 m

Gemütliche Familienwanderung im Gesäuse

Unser Ausgangspunkt war der Parkplatz Ebneralm. Und bevor es überhaupt richtig losging, gönnten sich einmal alle drei Hunde eine ordentliche Abkühlung im Bach direkt beim Parkplatz. Immerhin war die Autofahrt bereits anstrengend genug. 😉 Das Wetter sollte sich an diesem Tag gnädig erweisen. Leicht bewölkt, nicht zu heiß und dennoch ohne Regen stand einer perfekten Wanderung nichts mehr im Weg. Unsere illustre Runde machte sich somit auf den Weg und wir folgten auch sogleich dem grauen Schild „Johnsbacher Almenrunden“. Zuerst ein kurzes Stück auf asphaltierter Straße entlang, dann auf Schotterwegen und durch ein imposantes Felsentor zur ersten von insgesamt vier Almen – der Kölblalm.

Nach nur einer halben Stunden Fußmarsch war es noch ein wenig zu früh in der urigen Hütte auf der Kölblalm einzukehren und so ging es für uns weiter auf breiten Wegen ohne allzu anstrengende Steigung. Die hundefreundliche Wanderung führte uns nun über traumhaftes Almgebiet, das von der atemberaubenden Bergkulisse des Gesäuse umrundet wird. Immer wieder kreuzte ein kleines Bächlein unseren Weg, ganz zur Freude unserer drei Fellnasen. Milka, Zaira und Hector waren wahrlich im Hundeparadies angekommen. Tolle Gerüche soweit die Schnauze reichte und jede Menge Wasser zur wohlverdiente Abkühlung.

Kulinarischer Hochgenuss entlang der Johansbacher Almenrunde

Unser Weg sollte uns somit weiter zur Huberalm führen. Schön langsam stellte sich bei allen ein Durst- und leichtes Hungergefühl ein. Doch die wohlverdiente erste Rast sollten wir uns erst verdienen müssen. Denn die Huberalm bietet nicht nur eine traumhafte Kulisse, sondern auch jede Menge Weidevieh, das sich rund um die Hütte angesammelt hatte. Der Weg war uns somit erst einmal versperrt. Denn durch eine Herde neugieriger Jungrinder durch zu marschieren, hochschwanger und mit drei Hunden an der Leine, war keine Option. Aber wenn nicht auf direktem Weg, dann halt mit leichtem Umweg, quer über die etwas gatschige Alm „schlichen“ wir uns dann doch noch erfolgreich von hinten an die Hütte an. Die Hütte ist rundum eingezäunt und war für uns somit sicheres Terrain, sobald wir über den Zaun kraxelten. Die köstliche Kaspressknödelsuppe schmeckte um so besser, war sie doch so hart verdient.

Mit jeder Menge Sicherheitsabstand zum Weidevieh sollte es für uns dann weiter gehen auf unserer Almenrunde. Wir gingen den selben Weg wieder ein kurzes Stück retour, bevor wir links weg auf Weg Nr. 699 in den Wald abbogen. Nun führte uns ein schmaler Pfad Richtung Ebneralm. Das letzte Stück bis zur Hütte führte uns direkt über eine saftige Almwiese. Rundum traumhaftes Panorama inklusive. Von weitem konnte ich ein paar Kuhglocken hören, aber weit und breit keine Kuhlimuhs erspähen. Die entzückende Hütte am Fuße der Ebneralm lud wieder zum Verweilen ein. Ein erfrischendes Getränk, den besten Bauernkrapfen, den ich je gegessen habe und eine traumhafte Aussicht auf den Reichenstein und die Berglandschaft dahinter, ließen Glückshormone aufkommen. Die Hunde ließ das alles ziemlich kalt, die genossen einfach nur die kurze Verschnaufpause. Wenn meine Prinzessin Zaira nämlich einmal am Schotter einfach umfällt und genüsslich dahin schnarcht, muss sie wahrlich müde sein. 😉

Perfekte Wanderung mit Hund und Familie

Eine Alm war noch ausständig auf unserer Rundtour. Und so wanderten wir wieder ein kurzes Stück retour, bis wir wieder am Weg 669 angelangten und diesem bergab Richtung Zeiringer Alm folgten. Zuerst ein kurzes Stück auf breitem Weg durch den Wald, bevor wir zum letzen Mal eine Alm queren mussten. Hier sollten uns wieder ein paar Rindviecher den Weg versperren. Aber die Alm war wiederum so weitläufig, dass wir ohne Probleme das liebe Weidevieh mit ausreichend Abstand umgehen konnten.

Und auch die letzte Hütte auf unserer Wanderung mit Hund und Familie lockte mit kulinarischen Köstlichkeiten und absoluter Urigkeit. Da blieb uns gar nichts anderes übrig als nochmals einzukehren und das traumhafte Ambiente und herrliche Wetter in vollen Zügen zu genießen. Wohlgenährt traten wir dann schlussendlich den Rückweg an, der uns zuerst noch an einem Bauernhof und das letzte Stück auf einer kaum befahrenen Straße retour zum Parkplatz führte.

FAZIT: Eine sehr gemütliche, hunde- und familientaugliche Wanderung mit kulinarischen Schmankerln am Weg. Ideal auch an Sommertagen, da es für die Hunde ständig Möglichkeiten zur Abkühlung gibt, durch zahlreiche Bäche, die einen am Weg begleiten. Mit Weidevieh ist auf der gesamten Strecke zu rechnen. Es gibt aber überall ausreichend Platz, um den lieben Kühen großflächig auszuweichen.