Ein Berg der es mir ganz besonders angetan hat und der schon wirklich lang auf meiner Wander-To-Do-Liste steht ist der Eisenerzer Reichenstein. Und schon einige Male habe ich eine Tour dorthin geplant und immer machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Anfang September sollte es aber dann endlich soweit sein. Mit den beiden Wuffis und der allerliebsten Nina im Schlepptau ging es los. Der Wanderung mit Hund auf den Reichenstein stand nichts mehr im Wege.

Präbichlerhof – Gipfel – Reichenstein Hütte – selber Weg retour
Länge gesamt: 9,67 km / Dauer: 4:30 / Aufstieg: 974 m /max. Höhe: 2.165 m

Wir starteten bei blauem Himmel und herrlich warmen Herbsttemperaturen direkt vom Präbichlerhof der Beschilderung Richtung Eisenerzer Reichenstein. Mit zwei top motivierten Hunden und der besten Wanderbegleitung, die man sich nur wünschen kann, kam ich meinem heiß ersehnten Gipfelsieg endlich näher. Die Wanderung zum Gipfel mag nicht besonders lang sein, dafür finden in der relativ kurzen Strecke richtig viel Höhenmeter platz. Und so wurde unsere Kondition von Anfang an ziemlich ordentlich gefordert. Zu Beginn ging es über saftige Wiesen und durch lichte Baumgruppen. Immer stetig steil bergauf sollten wir auch bald das erste Plateau erreicht haben. Milka und Zaira strotzten nach wie vor vor Energie, während Nina und meiner Wenigkeit die  angeregten Gespräche schon etwas schwer vielen, durch das viele Schnaufen und Luft holen. Doch was sich uns beim Erreichen des Plateaus bot, machten die ganzen Mühen bis dahin allemal bezahlt. Eine traumhafte Bergkulisse vor uns und eine atemberaubende Aussicht hinter uns. Das alles war Milka natürlich völlig egal. Das einzige was sie interessierte, war der kleine Bergsee vor ihr. Auf diesen sprintete sie mit vollem Elan zu, um sich eine wohlverdiente Abkühlung zu gönnen. Von dort weg ging es für kurze Zeit etwas gemächlicher dahin. Ich war hin und weg von dieser Bergkulisse, die uns umrundete. Und dabei sollten wir das Schönste an dieser Tour auf den Eisenerzer Reichenstein noch vor uns haben. Denn als wir am Kamm angelangten, bot sich uns erst eine Aussicht, die schwer in Wort zu fassen ist. Diese grenzenlose Freiheit erfährt man einfach nur hoch oben am Berg. So kamen wir unserem Ziel, dem Gipfel, Stück für Stück näher. Es gibt übrigens zwei Varianten Richtung Gipfelkreuz. Die kürzere Variante über gesicherte Felsen und eine Eisenstiege kam für uns nicht in Frage. Durch Zairas Panik vor jeglichen Eisengittern blieb uns nur die längere aber etwas einfachere Umgehung. Aber auch bei dieser Variante wurde unsere Kondition nochmals richtig auf die Probe gestellt. Wir beschlossen nämlich den direkten Weg  zum Gipfel einzuschlagen und erst danach Richtung Hütte zu wandern. Für meine beiden Wanderwuffis natürlich kein Problem. Die haben sich nämlich in den letzten beiden Jahren zu wahren Berggämsen entwickelt. Während wir Zweibeiner ab und an gezwungen waren bei dem steilen Aufstieg auch mal unsere Arme zum Einsatz zu bringen und somit auch auf allen vieren dahin zu „kraxeln“, schien es für die Hund ein Leichtes zu sein, die Steigung zu meistern. Aber wo kein Fleiß auch keine Preis. Und dieser Gipfelsieg war wahrlich schwer erkämpft und fühlte sich somit außerordentlich gut an. Die kräftige Suppe und der köstliche Topfenstrudel auf der Reichenstein Hütte waren damit ein richtiger Festschmaus. Meine zwei Grazien waren dann auch endlich an dem Punkt angelangt, dass sie sich schlussendlich eine kleine Pause gönnten. Wäre da nicht der entzückende Hüttenhund gewesen, der ständig mit einem Stöckchen herum rannte. Beim Anblick von fliegenden Stöckchen war für Milka natürlich nicht mehr nach Pause machen zu mute. Bevor wir somit wieder den Rücktritt antraten, musste auch für Milka noch ein Stöckchen fliegen. Immer wieder überrascht mich mein kleines „Schweinchen“ aufs Neue. Ihr Konditionslevel ist einfach mehr als beachtlich. Während meine südafrikanische Schönheit bereits erste Ermüdungserscheinung vorwies, war Milka auch beim Abstieg nicht zu bremsen. Dieser führte uns übrigens wieder über den gleichen Weg retour. Oh du Reichenstein, du hast meine Erwartungen definitiv übertroffen. Eine Wiederholung ist fix!

Fazit: Ein nicht all zu lange aber dafür steile Wanderung. Kondition und Trittsicherheit von Zwei- und Vierbeiner ist ein Muss. Aber die Anstrengung wird durch eine traumhafte Bergkulisse und herzhafte Köstlichkeiten auf der Reichenstein Hütte wahrlich belohnt. Unbedingt Wasser für die Hunde mitnehmen. Außer einem kleine See gibt es sonst keine Trinkmöglichkeiten für Hunden. Kontakt mit Weidevieh mehr als möglich.