Wenn mir meine liebste Wanderbegleitung Nina einen Besuch aus dem weit entfernten Tirol abstattet, dann wird nicht lang gefackelt. Mein kleiner Sohnemann Anton bekommt kurzerhand einen Vater-Sohn-Tag verschrieben, meine zwei Hundedamen werden ins Auto gehievt, der Wanderrucksack gepackt und die Wanderbooties geschnürt. Eine Wanderung mit der lieben Nina lasse ich mir nie und nimmer entgehen. Da werden Zeit geschaffen und Termine verschoben, denn einen Tag am Berg mit so netter Begleitung ist ein absolutes Muss.

Eine passende Wanderung war auch schnell gefunden, beziehungsweise befand sich diese schon lange auf meiner Wander-Wish-List. Nun sollte es endlich so weit sein. Wir würden gemeinsam den Klammkogel in Trattning bei Vordernberg erwandern. Eine Tour, wie sie für mich als Gipfelkreuz-Junkie schöner nicht sein könnte. Denn auf dem Weg zum Gipfel des Klammkogel passiert man noch drei andere Gipfelkreuze. 😉

Tratting – Klammkogel ( via Herzkogel, Gedenkkreuz, Spitzmauer) – selber Weg retour
Länge gesamt: 5,4 km / Dauer: 2:45 h / Aufstieg: 592 m /max. Höhe: 1.360 m
SUUNTO-Link zur interaktiven Kartenansicht -> HIER
Gedenkkreuz

Hundefreundliche Wanderung zum Klammkogel

Meinen zwei überaus euphorischen Hundedamen war das Ziel wie immer ziemlich egal. Hauptsache raus und etwas erleben. Da sind die Zwei immer sofort mit von der Partie.

Klammkogel

Und so ging es für uns vier Mädels bei herrlichem Frühlingswetter auf den Berg. Geparkt haben wir direkt bei der Ortstafel Trattning, kurz vor dem Ort Vordernberg. Von dort folgten wir zuerst dem Schotterweg, der uns an ein paar Wohnhäusern vorbei führte. Danach ging es links weg Richtung Wald. Wegmarkierungen hinauf zum Klammkogel sucht man vergebens, aber der kleine Pfad, der uns recht bald durch den Wald stetig bergauf führte, war gut ersichtlich bereits ausgetreten. Verlaufen kann man sich hier kaum. Meine zwei Fellnasen waren wieder einmal außer sich vor Freude. Was gibt es für einen Hund denn auch Schöneres, als neues Territorium zu erschnüffeln? Und das tat vor allem mein südäfrikanisches Supermodel Zaira mit voller Begeisterung. Milka legte vor lauter Aufregung wie immer doppelte Kilometer hin. Rauf, runter, wälzen, grunzen und einfach happy sein – so genießt sie jedes Mal aufs Neue unsere gemeinsamen Wanderungen.

Auf dem stetig steil nach oben führenden Waldweg konnten wir noch die letzen Ausläufe der famosen Erikablüte wahrnehmen. Die Region rund um Trofaiach und Vordernberg ist gerade im März für die Blütenpracht dieser einzigartigen Waldblume bekannt. Und auch uns verzückten die violetten Blumenbeete sehr.

4 Gipfelkreuze – Wanderung mit Hund

Auf dem Weg bergauf konnten wir aus einiger Entfernung bereits das erste Gipfelkreuz sehen. Kreuz und Gipfel gehen namentlich einher – der Herzkogel besticht mit einem sehr individuellen Kreuz und bietet ein traumhaftes Panorama auf die umliegende Berglandschaft. Die Rundum-Aussicht genossen wir in vollen Zügen und legten eine kurze Verschaufpause ein. Sehr zur Freude meiner Stupsnase Milka, die wieder einmal mit den steigenden Temperaturen zu kämpfen hatte. Und mein großer „Fauli“ Zaira ist immer und überall für eine Rast zu haben.

Spitzmauer

Da man vom Herzkogel aus schon quasi fast den Gipfel des Klammkogels sehen konnte, wurde uns schnell klar, dass wir beim Aufstieg wohl das ein oder andere Kreuz noch liegen gelassen hatten. Aber gut, zuerst einmal ging es für uns weiter zum auserkorenen Ziel – dem Gifpelkreuz am Klammkogel. Beim Rückweg würden wir die noch fehlenden zwei Kreuze sicher finden.

Die kurze aber doch sehr steile Wanderung auf den Klammkogel ist jegliche Mühe wert. Man wird am Gipfel mit einer traumhaften Aussicht, einem edlen Gipfelkreuz und einer prachtvolle Naturlandschaft belohnt. Nach perfekt organisiertem Gipfelkreuz-Shooting traten wir zufrieden und ausgestattet mit jeder Menge Glückshormonen wieder den Rückweg an. Dieser führte uns am selben Weg retour, mit jedoch zwei kleinen Abstechern vorbei am Gedenkkreuz sowie an der Spitzmauer, mit ihrem imposanten Kreuz.

FAZIT: Eine kurze aber doch eher steile Tour. Gutes und festes Schuhwerk sind auf dieser Wanderung mit Hund ein Muss. Die Route ist perfekt für Zwei- und Vierbeiner geeignet. Unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen. Man kommt nur ganz zu Beginn an einem kleinen Bächlein vorbei, dann findet man keine natürlichen Wasserquellen mehr vor. Kontakt mit Weidevieh ist nicht gegeben, da man nur durch Wald geht und keine Almen kreuzen muss. Im Sommer empfiehlt es sich, schon sehr früh zu starten. Es kann ziemlich warm werden auf dem Weg nach oben.