Die letzten herrlichen Herbsttage gehören einfach vollends genossen. Am besten geht das natürlich hoch oben am Berg. Wieder einmal wurde ein Urlaubstag „geopfert“, um an einem Montag mit meinen zwei Hunden noch eine der letzten Wanderungen in diesem Jahr zu starten und dabei gekonnt den Menschenmassen zu entgehen. Zu unserer großen Freude hat uns die liebe Nina wieder einmal Gesellschaft geleistet. Bei blauem Himmel, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verschlug es uns auf den Salzstiegl. Dieses Mal hatten wir gleich zwei Gipfel im Visier – den Speikkogel sowie den Ameringkogel.

Salzstieglhaus (1.543m) – Speikkogel (1.993m) – Ameringkogel (2.190m) -selber Weg retour
Länge gesamt: 13,8 km / Dauer: 5:15 h / Aufstieg: ca. 900 m (mit Gegensteigung)

Geparkt haben wir direkt beim Salzstieglhaus. Schon vor zwei Jahren sind wir von hier aus mit Hund zum Gipfel des Rappold gewandert. Dieses Mal ging es für uns jedoch in die gegengesetzte Richtung. Zuerst dem Speikkogel entgegen und dann weiter zum Gipfelkreuz des Ameringkogels. Auf einem breiten Schotterweg marschierten wir Zweibeiner, mit zwei übermotivierten Hunden im Gepäck, vorbei am überdimensional großen Windrad und dem Speicherteich weiter, quer über die Alm.

Gipfelsieg am Speikkogel

Der schmale Pfad war klar ersichtlich und führte uns stetig bergauf dem ersten Gipfelsieg entgegen. An einem Weidezaun angelangt bogen wir ein kurzes Stück links weg ab, um das  Gipfelkreuz am Speikkogel zu erreichen. Hoch oben blies uns der Wind ordentlich um die Ohren. Das war vor allem meinen zwei Wanderwuffis gar nicht geheuer. Etwas verstört und eingeschüchtert von den starken Windböen signalisierten mir Milka und Zaira ganz klar, dass wir schnell weiter sollten. Da an eine Rast am Gipfel nicht zu denken war, gingen wir das kurze Stück wieder retour zum Weidezaun und von dort weiter gerade aus – der rot-weiß-roten Markierung folgend zum Ameringkogel.

PS: Vom Speikkogel hat man auch die Möglichkeit noch weiter zum Peterer Riegel zu wandern und so eine Rundwanderung retour zum Salzstieglhaus zu gehen. Diese Tour wurde bereits in unsere Wander-To-Do-Liste aufgenommen und wird sicherlich auch noch von uns getestet. 😉 

Mit Hund vom Salzstiegl zum Ameringkogel

Immer wieder rauf und runter am Grad entlang, erfreuten sich Nina und meine Wenigkeit an der atemberaubenden Aussicht, während meine zwei Fellnasen die Gegend lieber mit der Nase am Boden erkundeten. Der Wind hatte sich zwischenzeitlich etwas gelegt und wir konnten die hundefreundliche Wanderung nun wieder in vollen Zügen genießen. Und so sollten wir nach einiger Zeit unser zweites auserkorenes Ziel – das Gipfelkreuz des Ameringkogel – erreichen. Nach dem obligatorischen Eintrag ins Gipfelbuch sowie dem Gipfelkreuz-Fotoshooting traten wir nun zufrieden und doch schon etwas erschöpft den Rückweg an. Vom Ameringkogel aus hat man noch die Möglichkeit weiter zum Größing (Größenberg) zu gehen. Da uns jedoch der wiederkehrende Wind ordentlich zu schaffen machte, beschlossen wir den Rückweg anzutreten. Zwei Gipfelkreuze an einem Tag war ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis.  An einem windstillen Fleckchen platzten wir uns nochmals ins Gras, legten eine kurze Rast mit wohlverdienter Stärkung ein und wanderten anschließend gemächlich den selben Weg wieder retour.

FAZIT: Eine nicht zu anstrengende und aussichtsreiche Wanderung mit Hund. Auf Grund der Gegensteigung sollte man jedoch die Höhenmeter, die man schlussendlich hinlegt, nicht unterschätzen. Die Tour bietet sich ideal auch für weniger erfahrene Wanderer an, da die Wegbeschaffenheit keine größeren Schwierigkeiten aufweist. Unbedingt ausreichend Wasser mit nehmen. Es sind keine natürlichen Trinkquellen vorhanden. Kontakt mit Weidevieh während der Sommermonate mehr als wahrscheinlich.