Hoch die Hände, Wochenende! Und das bedeutet für uns wieder einmal einen Berg zu erklimmen. Meine Wander-To-Do-Liste, die ich mir im Winter akribisch zusammengeschrieben hatte, sollte nun von Tour zu Tour abgearbeitet werden. Meine zwei Bergfexe auf vier Pfoten konnte man ziemlich leicht dafür motivieren, sobald ich zu Hause den Wanderrucksack aus dem Kasten hole, beginnen beide schon ganz aufgeregt herum zu wuseln und  sich zu freuen. Und auch eine perfekte Wanderbegleitung war rasch gefunden. Die liebe Nina war endlich wieder zu Besuch in der Steiermark und ließ sich sofort begeistern, uns zu begleiten. Mädelstage wie ich sie ganz besonders liebe. Dieses Mal hatte ich eine eher gemütliche Runde in der Hochsteiermark gewählt, immerhin verlangte mir mein wachsender Babybausch bereits mehr Kondition ab, als mir vielleicht lieb war. Und man muss ja nichts übertreiben. 😉

GH zum Hiaslegg – Thalerkogel – selber Weg retour
Länge gesamt: 8,66 km / Dauer: 3:30 h / Aufstieg: 495 m /max. Höhe: 1.660 m
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Und so sollte unser Tag, ganz unter Frauen, beim Parkplatz GH zum Hiaslegg – ACHTUNG gebührenpflichtig!!! – starten. Von dort weg folgten wir gleich dem gut beschilderten Wanderweg in den Wald hinein. Meine zwei Chaoten Milka und Zaira waren wieder einmal außer sich vor Freude. Neue Gegend mit ach so vielen Düften und Gerüchen – Hundeherz was willst du mehr!

Angenehme Wanderung mit Hund in der Hochsteiermark

Und ich war auch mehr als selig. Endlich konnte ich wieder einmal einen Wandertag mit der lieben Nina genießen, ausgiebig quatschen und herzhaft lachen. Es ging in angenehmer Steigung stetig bergauf, über weichen Waldboden & Wurzelwerk. Immer wieder lichtete sich der Wald für ein kurzes Stück und wir konnten einen herrlichen Blick auf die umliegende Berglandschaft genießen. Auch das Wetter war perfekt für eine gemütlich Wanderung mit Hund. Leicht bewölkt, nicht zu heiß – genau so, wie es meine Wuffis ganz besonders lieben. Der Weg war ausreichend und übersichtlich beschildert und so konnten wir uns, auch trotz der ganzen Tratscherei, nicht verlaufen. Wir Zweibeiner genossen die herrlich frische Waldluft, während meine zwei Wanderwuffs aufgeregt den Wald erschnüffelten und mit herumliegenden Steckchen spielten. Das letzte Stück durch den Wald wurde dann noch ein wenig steiler und brachte mich doch ordentlich ins Schnaufen. Sehr zum Missfallen meiner hoch motivierten und so gar nicht müden Hunde, die schnell weiter wollten. 😉

Plötzlich lichtete sich der Wald und wir marschierten ein kurzes Stück, fast eben, über eine Wiese bevor wir den letzten Anstieg über etwas felsigen Almboden antraten. Wir wussten, unser auserkorenes Ziel der Thalerkogel, konnte nicht mehr weit sein. Und so war es auch. Nachdem wir die letzte doch eher steile Passage mit Bravour gemeistert hatten, konnten wir auch schon das Gipfelkreuz des Thalerkogel sehen.

Gipfelsieg am Thalerkogel

Auch wenn das Bankerl, das sich direkt neben dem Gipfelkreuz befand, zu einer wohlverdiente Rast einlud, beschlossen wir nach obligatorischer Gipfelkreuz-Fotosession, doch rasch wieder den Rückweg anzutreten. Ein lästiger und sehr ungemütlicher Wind blies uns nämlich plötzlich ordentlich um die Ohren. Aber dennoch genossen wir unseren Gipfelsieg in vollen Zügen und ergötzten uns noch einmal am wunderbaren Rund-um-Panorama, das der Thalerkogel uns bot, bevor wir wieder, über den selben Weg, den Rückweg antraten.

FAZIT: Eine angenehmen, nicht zu anstrengende Wanderung, die sich auch für Wanderanfänger und nicht so erfahrene Hunde bestens eignet. Die Route empfiehlt sich auch an wärmeren Tagen, da man einen Großteil der Wanderung im schattigen Wald verbringt. Unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen. Es befinden sich keine natürlichen Trinkquellen für Hunde am Weg. Auf Weidevieh trifft man höchsten ganz oben rund um den Thalerkogel. Hier kann man dem Weidevieh aber sicherlich großflächig ausweichen.