Urlaub mit Hund im Ausseerland-Salzkammergut bietet schier unendliche Möglichkeiten ein Abenteuer nach dem anderen zu erleben. Für mich stand fest, an unserem letzten Tag an diesem magischen Ort musste unbedingt noch ein Gipfelsieg her. Ein wenig anspruchsvoller als die Wanderung mit Hund zum Loser durfte es ruhig sein und so war die Trisselwand unser auserkorenes Ziel. Während meine mehr als fitten und immer hoch motivierten Wanderwuffis auch am letzten Tag unseres Aufenthalts in Altaussee nur so vor Energie strotzten, konnte man Nicole und auch Jürgen schon leichte Ermüdungserscheinung ansehen. Aber mit gehangen, mitgefangen – auch die Zwei sollten mit uns auf den Berg 😉 und dem Gipfelkreuz auf der Trisselwand entgegen.

Parkplatz Tressensattel – Trisselwand – selber Weg retour
Länge gesamt: 7,9 km / Dauer: 3:50 h / Aufstieg: 841 m /max. Höhe: 1.754 m

Geparkt haben wir am Parkplatz Tressensattel (ACHTUNG gebührenpflichtig, auch sonntags) und starteten links weg, direkt hinter dem ehemaligen Gasthaus Trisselwand, hoch Richtung unserer geliebten Bergen. Wir hatten ideales Wanderwetter. Leicht bewölkt, nicht zu heiß und Regen wurde erst für den Nachmittag vorher gesagt. Solang der Wetterbericht sich bewahrheiten sollte, stand einer traumhaften Wanderung mit Hund nichts mehr im Wege.

Mit Hund hoch hinauf zur Trisselwand

Zuerst führte uns die Tour ein Stück über eine saftige Wiese und anschließend durch den dichten Wald. Absolut paradiesisch für meine beiden Schnüffelnasen, die vor lauter unwiderstehlicher Gerüche ganz aufgeregt umher wuselten. So ging es für uns stetig – über Stock, Stein und Wurzeln – bergauf, während Milka und Zaira wie immer voller Tatendrang voraus los düsten. Nach circa einer dreiviertel Stunde lichtete sich der Wald und wir konnten nicht nur den ersten Blick auf unser auserkorenes Ziel – das Gipfelkreuz der Trisselwand – erhaschen, sondern auch das atemberaubende Rund-um-Panorama bestaunen.

Mit unserem Ziel vor Augen, kämpften wir uns weiter bergauf. Geröllig der Weg, mit hier und da größeren Felsbrocken versehen, ging es für unsere Truppe immer steiler weiter. Die kurzen Verschnaufpausen nutzten wir Zweibeiner, um die atemberaubende Aussicht auf uns wirken zu lassen, während Milka und Zaira flink wie kleine Berggämsen voraus los „hopsten“ und uns quasi antrieben. Gut, dass meine zwei vierbeinigen Bergfexe schon ordentlich „Hornhaut“ auf ihren Pfötchen angesammelt haben, denn für sensible Hundepfoten wäre der Weg ganz sicher eine Herausforderung gewesen.

Abenteuerlicher Aufstieg zum Gipfel

Als Mensch braucht man auf dem Weg zur Trisselwand schon einiges an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Für bergerfahrene Hunde ist der Aufstieg jedoch mit Leichtigkeit zu schaffen. Weiter ging es, das Gipfelkreuz nach wie vor scheinbar noch immer viel zu weit entfernt, das letzte Stück durch einen kleinen Latschenwald und quer über die Alm. Nur ein paar Kuhfladen am Weg ließen erahnen, dass hier ab und an einmal ein Weidevieh vorbei kommen könnte. Wir konnte jedoch weit und breit weder eine Kuh sehen noch hören.

Ein Schneefeld am Weg nutzten meine zwei Fellnasen umgehend für eine wohlverdiente Abkühlung und ein wenig Spiel und Spaß im Schnee, bevor wir die letzten Meter zur Trisselwand antraten. Je näher man dem Gipfelkreuz kommt, desto felsiger wird der Weg. Das letzte Stück mussten meine zwei Wuffis dann an die Leine, da es links weg immer wieder ziemlich steil bergab ging. Und dann, plötzlich, konnten wir es endlich sehen – das Kreuz, das so lange so unfassbar weit entfernt schien.

Beeindruckendes Rund-um-Panorama auf der Trisselwand

All die Mühen waren vergessen, denn die Trisselwand ist wahrlich ein magischer Ort. Uns bit sich eine atemberaubende Bergkulisse, soweit das Auge reichte. Unter uns die beiden Seen – Altausseersee und Grundlsee. Ich war einfach nur seelig und meine Wanderwuffis sichtlich zufrieden. Nach gewohntem Gifpelsieg-Foto und kurzer Rast beschlossen wir uns wieder auf zu machen und den Rückweg anzutreten. Immerhin wurden die Wolken langsam dunkler und bei dem felsigen und doch anspruchsvollen Abstieg – wir gingen den gleichen Weg wieder zurück – wollte ich partout vermeiden nass zu werden. Und Glück sollten wir haben, erst als wir am Auto ankamen fing es an zu regnen. 😉 Wir traten zufrieden und erschöpft die Heimreise an. Das Ausseerland sieht uns ganz bestimmt wieder. Hier gibt es noch zahlreiche hundefreundliche Wanderungen zu entdecken.

FAZIT: Eine eher anspruchsvolle Wanderung mit einigen Höhenmeter. Etwas Bergerfahrung ist sicherlich ratsam. Aber es gibt auf dem gesamten Weg nach oben keine brisanten Stellen, die eventuell gefährlich werden könnten. Eine tolle Tour, die auch für bergerfahrene Hunde mit einer guten Grundkondition leicht zu meistern ist. An heißen Sommertagen sollte man die Tour jedoch mit Hund nicht gehen. Auf dem Weg zur Trisselwand gibt es keinerlei Trinkmöglichkeiten für Hund und Mensch und Schatten ist auch kaum vorhanden. Also unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen. Kontakt mit Weidevieh möglich, aber eher unwahrscheinlich, wenn dann nur ganz oben kurz vorm Gipfelkreuz.