Ja, im heurigen Jahr darf ich mir brav selbst einmal auf die Schulter klopfen. Fast schon vorbildlich haben wir kontinuierlich meine Wander-To-Do-Liste abgearbeitet. Immer wieder stoße ich im World Wide Web auf Touren, bei denen ich mir sofort denke – ist sicherlich ideal zum Wandern mit Hund. Und auch dieses Mal sollte es wieder eine Wanderung von meiner Liste ins wahre Leben schaffen. Die 6-Seen-Wanderung auf der Tauplitz war schon lange ein Wunsch meinerseits. Und bei einem konnte ich mir dabei ganz sicher sein – das ist ganz bestimmt die ideale Tour für meine kleine Wasserratte Milka. Und so starteten wir schon zeitig in der Früh Richtung Tauplitz. Dieses Mal mit dabei und ganz neu in meinem Repertoire an passenden und lieben Wanderbegleiterinnen – meine beste und liebste Arbeitskollegin Nicole, die sich schon mindestens genau so sehr, wie meine beiden Hundeladies, auf die Wanderung freute.

Rundwanderung 6-Seen-Wanderung Tauplitz
Länge gesamt: 14 km / Dauer: 4:45 / Aufstieg: 483 m /max. Höhe: 1.641 m

Über die Tauplitzalm Mautstraße – die Zufahrt kostete saftige € 12,00 ;-( – ging es zum Parkplatz auf der Tauplitz. Nach 2 Stunden Autofahrt waren meine zwei Mädels Milka und Zaira mehr als bereit endlich los zu starten und anfangs kaum zu bändigen. Direkt vom Parkplatz weg startete auch schon die gut beschilderte 6-Seen-Wanderung. Man merkt sogleich, dass die Tauplitz schon so ein kleiner Touri-Hot-Spot ist. Denn mitten in die idyllische Berglandschaft sind mehr als nur ein Hotelkomplex und Liftanlagen gebaut, die natürlich das Bild ein wenig trüben. Zuerst ging es über breite Schotterwege auch sogleich vorbei am ersten See, dem Krallersee. Kaum erblickten wir den See, stand Milka auch schon mit allen vieren im Wasser. Könnte man es ihr ansehen, hätte ich auf ein breites Grinsen in ihrem Gesicht getippt. Weiter ging es für uns wieder einmal vorbei an einem Hotel und auf breiten Wegen. Die liebe Nicole und ich hatten wohl zu dieser Zeit den selben Gedanken – hoffentlich finden wir noch den Weg abseits der Masse. Dem war es Gott sei Dank auch so. Denn schon bald wichen die massiven Bauten wunderbarer Natur- und Berglandschaft. Und der Blick auf den Großsee lies bereits die ersten Glücksgefühle hoch kommen. Kristallklares Wasser, eine massive Bergkulisse im Hintergrund und zwei mehr als glückliche Hunde – so verbringe ich meine Wochenende einfach am liebsten. Verlaufen kann man sich bei der 6-Seen-Wanderung ganz bestimmt nicht, denn diese hunde- und auch familienfreundliche Wanderung ist mehr als ausreichend ausgewiesen. Und so führte uns diese idyllische und äußert angenehme Wanderung mit Hund auch schon zum verträumten Märchensee. Dazwischen findet man noch kleine Wasserfälle und moosbedeckte Wäldchen. Wahrlich ein Märchen für alle Wanderfreunde. Und Milka? Tja, die hatte soeben ihr persönliches Paradies gefunden. Nachdem wir auch noch den Tauplitzsee passierten, gelangten wir zum absolut schönsten Aussichtspunkt der Wanderung. Der Blick auf den Steirersee ließ wunderbares erahnen. Entlang des Höhenweges, auf schmalen Pfaden und über Stock und Stein, ging es für uns weiter Richtung Schwarzensee. Und auch dieser kleine aber feine Bergsee ließ uns kurz Inne halten. Für Nicole und mich einfach nur um diese traumhafte Kulisse in vollen Zügen zu genießen und für meine zwei Chaoten, um genüsslich in den nächsten See zu hechten. Ein Stück lang gingen wir den Schwarzensee weiter. Von hier kommt man bis zur Leistenalmhütte. Wir machten aber vorher doch wieder kehrt und beschlossen den Rückweg anzugehen. Retour ging es nun einen anderen Weg, direkt entlang am Ufer des Steirersee. Und was von hoch oben schon wunderschön anzusehen war, war aus der Nähe einfach unglaublich. Türkis-grünes Wasser lud wahrlich ein, einfach einzutauchen. Natürlich wäre das für uns Zweibeiner keine Option gewesen, da einfach viel zu kalt. Aber meine zwei Wander-Wuffis ließen sich von den Temperaturen nicht abschrecken und genossen das kühle Nass in vollen Zügen. Beim Rückweg kehrten wir bei den Steirerseehütten ein und gönnten uns eine wohlverdiente Rast. Weiter retour, kurz vor der Grazerhütte, gabelte sich der Weg nochmals. Man kann den gleichen Weg wieder zurück gehen – wir entschlossen uns jedoch für den Schotterweg links weg Richtung Tauplitzhaus und gelangten, zuerst über saftige Almwiesen, dann über kaum befahrene Asphaltstraßen wieder zu unserem Ausgangspunkt. Mit zwei mehr als zufriedenen Hunden, die sich erschöpft und überglücklich ins Auto platzen und dahin schnarchten ging es für uns wieder ab nach Hause.

Fazit: Eine leichte Wanderung mit wenigen Höhenmeter, die aber durch eine traumhafte Naturkulisse und jede Menge Badespaß für Hund besticht. Ideal auch an warmen Tagen, da es wirklich zahlreiche Möglichkeiten zum Abkühlen gibt. Kuhkontakt möglich!