Schon seit einiger Zeit steht die Heiligengeistklamm in Leutschach/Südsteiermark ganz groß auf meiner Wander-To-Do-Liste. Verbinde ich doch wunderschöne Kindheitserinnerungen damit. Gesagt, getan. Es ging mit Hund zum Wandern durch die Klamm und rauf auf den Berg. Klein Milka musste dieses Mal leider zu Hause bleiben. Hat sie sich doch tatsächlich das Beinchen gebrochen und daher strickte Bettruhe vom Tierarzt verordnet bekommen. Somit musste Zaira ohne ihr geliebtes „Schwesterchen“ die Wanderung antreten. Als Hundebesitzer hat man in seinem Freundeskreis allerdings immer ausreichend andere Hundehalter und so ließ sich schnell adäquate Wanderbegleitung in Form von lieben Bekannten aus der Hundeschule, Conny und Mario mit ihrem Labrador Gatsby, finden. Mit festem Schuhwerk, Regenmantel, Erste-Hilfe-Ausrüstung für den Hund – bei unserer momentanen Pechsträhne mehr als nötig – ging es also zu fünft Richtung Leutschach.

Heiligengeistklamm Rundwanderweg:
Länge: 9,2 km / Dauer: 3:00 / Aufstieg: 501m /max. Höhe: 889m
Zur online Kartenansicht geht’s hier

Hundespaß in der Heiligengeistklamm

Geparkt haben wir unser Auto direkt bei der Spitzmühle. Von dort ging es nach ein paar hundert Meter auch sogleich zum Eingang Heiligengeistklamm. Kühle Luft, das Rauschen der Blätter und das plätschern des Baches erwarten einen gleich beim Start der Wanderung. Ein Naturspielplatz für Mensch und Hund. Außer uns Fünf kamen uns so gut wie keine Wanderer entgegen, daher durfte Zaira auch gleich von der Leine. Mehr zu meiner eigenen Sicherheit, als nur um Zaira eine Freude zu bereiten. Der Weg steil bergauf ist nämlich mehr als anspruchsvoll und da benötige ich nicht noch einen Hund, der alle paar Meter meint, dass 8 Meter Leine nicht ausreichen und mir in die Leine läuft. Immer wieder ging es über Stock und Stein, manchmal sogar unter Einsatz der Arme um Gleichgewicht zu halten. Die Hunde waren übrigens im siebten Himmel. Lieferten sich immer wieder Wasserschlachten und waren mit kontinuierlichem Schnüffeln und Klettern beschäftigt. Wir keuchten ganz schön die Klamm entlang, aber das Naturschauspiel, dass sich einem bot, war die Anstrengung allemal wert.

Nach ca. 1,5 Stunden lichtete sich der Wald und wir standen plötzlich auf einer Wiese. Auch Zaira musste nun wieder an die Leine, wusste ich noch von früher, was uns bald erwarten wird. Folgt man dem Weg über die Weide starren einem nämlich ein paar neugierige Kühe entgegen. Ja, ja auch in der Südsteiermark findet man hin und wieder ein paar glückliche Kühe 😉 Und jeder der mit Hund wandert weiß, dass ein Zusammentreffen mit Kühen immer mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden ist. Die Kühe waren jedoch ganz safe hinter einem Elektrozaun. Zur großen Freude von Zaira. Denn während Gatsby ganz neugierig am liebsten „Hallo“ gesagt hätte, waren Zaira diese großen „Monster“ gar nicht geheuer und sie wollte ganz schnell weiter. Wir durchquerten danach einen Bauernhof mit vielen Hühnern und Katzen und was sonst noch alles dazu gehört. Also Hunde unbedingt an die Leine!!!!

Angekommen auf einer saftig grünen Wiese mit Aussicht auf die Region rund um Leutschach hielten wir kurz inne, um das herrliche Panorama zu genießen. Von hier aus gelangt man übrigens nach ein paar hundert Meter bergauf, entweder querfeldein oder der Straße entlang, zum Kirchlein Sveti Duh, – heißt übersetzt „Zum heiligen Geist“- dass sich übrigens bereits auf slowenischem Boden befindet. Da uns jedoch finstere Gewitterwolken entgegen lachten, beschlossen wir die Besichtigung der Kirche auszulassen und entlang des Wanderweges wieder retour zu marschieren. Der Weg – hauptsächlich Schotterweg –  führt nun entlang des Grenzkamm Panoramaweges vorbei an Wiesen, Weingärten und kleinen Wäldern. Wir passierten dabei einige Buschenschenken und Weingütern. Ideal falls man eine Pause inkl. südsteirischer Jause einlegen möchte. Für den Abstieg gibt es übrigens mehrere Möglichkeiten. Wir wanderten weiter bergab am Hauptweg, vorbei an der oberGuess-Mühle bis wir wieder am Ausganspunkt Spitzmühle angekommen waren.

FAZIT: Ein tolle, jedoch eher anspruchsvolle, Wanderung. Absoluter Pluspunk, abgesehen von der wildromatischen Klamm, dass man nur kurze Stücke der Straße entlang muss. Die Wanderunge ist für Hunde vor allem an heißen Tagen ideal. Da die Heiligengeistklamm nicht nur ausreichend frisches Wasser sondern auch Schatten und angenehm kühle Temperaturen bietet. Wenn man den Menschenmassen in der Hauptsaison entgehen will, zahlt es sich aus recht früh die Wanderung mit Hund zu starten um den Wuffi, solang er auch hört und folgt, auch ruhig mal von der Leine zu lassen. Die Heiligengeistklamm sieht uns sicherlich wieder, und zwar das nächste Mal mit Milka im Gepäck!