An Tag zwei unseres Aufenthalts im Gesäuse bzw. im Naturpark Steirische Eisenwurzen standen wir wieder vor der Qual der Wahl, die passende Wanderroute mit Hund zu finden. Noch dazu prophezeite uns der Wetterbericht Regen und Gewitter ab frühem Nachmittag. Damit stand fest, es sollte wohl eine nicht zu lange Wanderung werden. Nach intensiver Recherche fanden wir über www.bergwelten.at schlussendlich die ideale Wanderung für unsere illustre Truppe. Die Siebenseen-Runde in Wildalpen sollte es werden.

Siebenseenrunde in Wildalpen
Länge: 6,6 km / Dauer: 2:30 / Aufstieg: 287m /max. Höhe: 847m
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Gestartet haben wie unsere Wanderung mit Hund direkt beim Museum „HochQuellenWasser“ in Wildalpen. Ein breiter Schotterweg führte uns sogleich tief in den Wald. Ein wahres Schnüffelparadies für die zwei Mädels. Auf Grund der dicken Wolkendecke waren die Temperaturen herrlich angenehm  zum Wandern mit Hund und der dichte Wald tat seinen Rest. Immer den weißen Holzpfeilen und informativen Schautafeln, die die Pflanzenvielfalt im Naturpark Steirische Eisenwurzen beschreiben, hinterher, ging es bergauf entlang eines schmalen Steiges. Schroffe Felswände und eine atemberaubende Aussicht auf die umliegende Berglandschaft machten die Siebenseenrunde zu einer erlebnisreichen Wanderung für uns und die Hunzis. Denn der schmale Pfad ließ wenig Spielraum für mich und Zaira, die ja immer wieder gerne einmal vergisst, dass ich am anderen Ende der Leine hänge. Milka war das ziemlich egal, die durfte ja frei herumlaufen. Der Weg führte schließlich bergab zu einem erfrischenden Gebirgsbächlein, wo die zwei Hunde sofort die Gunst der Stunde nutzten und mit allen Vieren hinein sprangen. Die Wanderung führte uns weiter bis zur Waldsauna und dem Schild “ Hartlsee“ folgend, links hoch, wieder retour in den Wald. Richtig romantisch, und schon fast ein wenig kitschig, war das Bild das sich uns bot. Das Plätschern des Baches, von Moos überwachsenen Steine und eine dichte und gedeihende Pflanzenwelt soweit das Auge reichte. Stetig bergauf,  bei nun doch etwas fast tropischer Luftfeuchtigkeit, gelangten wir nach ca. 1 Stunde zum Hartlsee. Und hier war für die beiden Hunde nicht nur Pfoten abkühlen angesagt, Zaira legte auch sofort eine kleine Schwimmrunde ein. Die Wettervorhersage sollte dieses Mal nicht lügen und so fing es auch tatsächlich leicht zu regnen an. Das Tröpfeln veranlasste uns recht zügig unsere Siebenseenrunde fortzusetzen. Das letzte Drittel der Wanderung mit Hund, die übrigens ausgezeichnet beschildert ist und man nur den nun hellblauem Pfeil folgen musste, war sehr angenehmen und ging eigentlich stetig eben auf breiten Schotterwegen und Straßen entlang. Wir passierten zwei größere Holzhütten und gelangten rechts weg nach ein paar Metern zu einem kleinen Hütterl, dass wohl im Winter als Skiliftanlage dient. Direkt über die „Skipiste“ gingen wir bergab. Nun durfte auch Zaira endlich von der Leine, da weit und breit keine Rehlein oder sonstiges Getier zu sehen war. Die Freude darüber war jedoch sehr getrübt, denn so sehr meine zwei Schönwetter-Hunde das Wasser auch lieben, sobald die „böse Säure“ von oben kommt, ist Schluss mit lustig. Und inzwischen konnte man nicht mehr von einem leichten Tröpfeln sprechen, es schüttete wie aus Kübeln. Vor allem meine große Prinzessin mag den blöden Regen so überhaupt nicht und bringt das mit einem sehr leidvollen Blick zum Ausdruck. Die zwei Grazien wollten einfach nur mehr auf schnellstem Weg nach Hause und auch Jürgen war mit Milka & Zaira vollkommen d’accord und gab ein ordentliches Tempo vor. Am Ende der Skipiste angelangt, führte uns die Wanderung ein Stück der Straße entlang, vorbei an ein paar Häusern und weiter links auf eine Forststraße. Immer dem blauen Pfeil folgend führte die Siebenseenrunde nochmals bergab durch den Wald. Unten angekommen landeten wir direkt auf der Straße die links weg nach ein paar hundert Meter wieder zu unserem Ausgangspunkt führte. Pitschnass bis auf die Unterhose 😉 und bei strömendem Regen gelangten wir endlich wieder zu unserem Auto. So schnell wie an diesem Tag hatte ich die Hunde wohl noch nie ins Auto springen sehen.

 

FAZIT: Ein tolle und leichte Wanderung mit einer traumhaften Aussicht und einer wildromantischen Naturlandschaft. Auch an wärmeren Tage bestens geeignet, da immer ausreichend Trinkmöglichkeiten und sogar Bademöglichkeiten für Hunde geboten werden. Und das Beste daran – weit und breit kein Weidevieh 😉